SPD fordert Willkommenstag in Neumünster

Der Oberbürgermeister soll einmal im Jahr einen "WILLKOMMENSTAG" für die in Neumünster lebenden Ausländerinnen und Ausländer durchführen. Das will die SPD-Rathausfraktion in der nächsten Ratsversammlung beantragen.
Dieser WILLKOMMENSTAG soll keine Feierstunde im Rathaus werden, sondern es soll aktiv mit Vereinen, Verbänden und Unternehmen aufgezeigt werden, wie die Menschen, die aus anderen Teilen der Welt aus unterschiedlichen Gründen nach Neumünster gekommen sind, mit uns leben und arbeiten.
"Es soll dabei nicht nur auf die Situation der Einwanderinnen und Einwanderer, sondern auch auf die der Asylbewerber und Bürgerkriegsflüchtlinge aufmerksam gemacht werden." erläuterte SPD-Fraktionschef Uwe Döring die Initiative.
Angesichts des demographischen Wandels brauche auch Neumünster Zuwanderung, ohne die viele Dienstleistungen nicht mehr aufrechterhalten werden könnten.
Darüber hinaus müsse Neumünster ein sicherer Ort für Verfolgte sein.
Döring: "Wir erleben im Moment eine hysterische Stammtischdebatte über Sozialtourismus, die nicht der Wirklichkeit entspricht. Uns sind Pflegekräfte aus Bulgarien genauso willkommen wie aus Bayern! Außerdem verdrängen wir, dass vor über hundert Jahren auch Menschen aus Deutschland nach Amerika ausgewandert sind, um der Armut zu entkommen. Und nach 1933 mussten viele fliehen, um der Nazi-Barbarei zu entgehen, und freuten sich über die Aufnahme in anderen Ländern. Jetzt sind wir es, die helfen müssen!
Der WILLKOMMENSTAG soll dieses deutlich machen!"