Kurzer Bericht von der Berufungsverhandlung gegen den NPD-Kreisvorsitzenden SE-NMS

Am 15. Januar dieses Jahres berichtete das Bündnis über die Verhandlung gegen Daniel Nordhorn, Kreisvorsitzender der NPD Segeberg-Neumünster. Jetzt fand vor dem Landgericht Kiel die Berufungsverhandlung statt. Sie war skurril - insbesondere die Zeugen, die Nordhorn und sein Anwalt geladen hatten.
Ein sog. Reichsbürger spazierte herein und meinte, er sei Reichsoberstaatsanwalt, er verweigerte sich hinzusetzen, holte aus seiner Aktentasche Schreiben raus, ging zum Richter und sagte, hier sei die Bestätigung der Alliierten, „Sie haben mir gar nichts zu sagen“, „Sie sind mir unterstellt“....

Auf einen anderen Zeugen verzichtete die Gegenseite.

Einer, der da war, meinte, der Kläger habe wohl nicht den Intellekt gehabt, den Äußerungen von Nordhorn zu folgen, ein weiterer plapperte das nach, was Nordhorn sich jetzt überlegt hatte - ganz im Gegensatz zu seinen Aussagen beim Prozess vor dem Amtsgericht Neumünster.

Ein Zeuge war gar nicht erst erschienen (weil er in Sachsen im Wahlkampf unterwegs ist). Der "Kamerad" wird nun geladen, muss 150 Euro für die Prozessverzögerung zahlen (oder drei Tage Haft antreten), und für den 9.9. ist vom Gericht beschlossen worden, ihn ab 18:00 Uhr in Gewahrsam zu nehmen, damit er am abschließenden Prozesstag, den 10.9. um 10:00 Uhr, dann auch wirklich da ist.

So sieht Solidarität unter Nazis aus :-)