Nachdem im Dezember 2016 sowie im Januar 2017 in der Stadthalle sowie im
Vicelin-Bildungszentrum mehrere Veranstaltungen des ultranationalistischen Vereins „Dergah Alperen“ sowie der „Deutsch-Türkischen Familienunion“ (Graue Wölfe) stattfanden, beschäftigte sich der Runde Tisch (RT-TuD) am 27.02.2017 mit dem Thema

„Problematische Veranstaltungen in öffentlichen Gebäuden“

Einstimmig wurde nach ausführlicher Diskussion  folgender Beschluss gefasst:

„In den vergangenen Monaten fanden in verschiedenen öffentlichen Gebäuden Veranstaltungen statt, die den Anschein erweckten, dass dort Einwohner der Stadt Neumünster, die über die türkische Staatsbürgerschaft verfügen, auf Ziele demokratiefeindlicher Organisationen „eingeschworen“ werden sollten.

Der Runde Tisch für Toleranz und Demokratie wertet Propagandaveranstaltungen und Wahlkampfauftritte ausländischer Regierungsvertreter und Parteien in der Stadt Neumünster als gefährlich für den Zusammenhalt und Frieden in der hiesigen Zivilgesellschaft, insbesondere der migrantischen Community selbst.

Der Runde Tisch bittet deshalb die Stadt Neumünster um Überprüfung aller Möglichkeiten, städtische Räumlichkeiten einschließlich der Hallenbetriebe für Veranstaltungen der o.g. Art nicht zur Verfügung zu stellen.

Weitere Möglichkeiten und Instrumente, mit denen diesen demokratiefeindlichen Organisationen seitens der Zivilgesellschaft in Neumünster entgegengetreten werden kann, sollen in einem Arbeitskreis des Runden Tisches erarbeitet werden. Ihm gehören Vertreter*innen verschiedener Nationen und Organisationen im RT-TuD an.“

(für die Lenkungsgruppe: Dr. Christof Ostheimer)