Neumünster - BUNT statt braun.

Geschichtsrevisionismus in der AfD Neumünster

Das Freie Sender Kombinat (FSK) Hamburg führte am 10. Mai 2014 ein Radiointerview mit Kay Albrecht vom Kreisverband der Neumünsteraner "Alternative für Deutschland" (AfD) durch.

Das Bündnis gegen Rechts Neumünster (BgR) erfuhr am 23. Mai 2014 davon und möchte im Folgenden kurz darstellen, welche offensichtlich rechtslastige politische Haltung Albrecht einnimmt, und wiedergeben, wie er den Zweiten Weltkrieg bewertet, den Angriffskrieg, der nach übereinstimmender wissenschaftlicher Forschung alleine vom deutschen Faschismus zu verantworten war und "von deutschem Boden ausging".

Das FSK-Interview ist unter diesem Link gesendet worden; Auszüge finden sich auch hier in diesem Artikel (dazu bitte einfach auf das Mediensteuerelement klicken).

Geschichtsrevisionist Kay Albrecht behauptet darin, dass Deutschland den Zweiten Weltkrieg "weder provoziert noch gewollt hat" und dass beide Seiten "froh darüber gewesen waren, dass sie erst mal einen Krieg machen konnten". Das muss man sich einmal vorstellen: Diese Legende, dass Polen siegessicher und übermütig hurraschreiend in den Krieg zog, die der nationalsozialistischen Propaganda entstammt, wird im Jahr 2014 munter in ein Mikrofon gesprochen. Kein Wort des Bedauerns, dass in Polen mehr als 16.000 ZivilistInnen von der deutschen Wehrmacht und von den von Heinrich Himmler aufgestellten Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD ermordet wurden, dass über 66.000 Polen ihr Leben durch Hitlers Überfall verloren, dass fast 700.000 Polen in deutsche Kriegsgefangenschaft gingen oder dass die planmäßigen Massenmorde in Polen den von den Nazis politisch gewollten Auftakt zum Holocaust darstellten. Bei Albrecht wird das ganz einfach reduziert auf die Formeln, dass "man sich einig gewesen ist, dass das (Anm.: der Krieg) mal wieder an der Zeit gewesen ist" und "dass mehr oder weniger die ganze Welt einen Krieg dringend aus wirtschaftlichen Gründen gebraucht hat".

 

 

 

 
 
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